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Allergie-aktuell
Pollenallergie - Vorsicht mit Haustieren!
(openPR) - Die Pollenallergie - im Volksmund auch "Heuschnupfen" genannt - stellt in Europa die häufigste Allergieart dar: rund 15% der Bevölkerung sind davon betroffen Tendenz steigend. Von 1926 bis 1986 ist eine drastische Steigerung von 1200 Prozent zu verzeichnen.
Pollen gelangt bei der Blüte von Bäumen, Gräsern und Kräutern in großer Zahl in die Luft (bis 3 Millionen Pollen pro Liter) und sodann auf unsere Nasenschleimhäute und in den Bronchialraum. Dort koppeln die Eiweißstoffe an bestimmte weiße Blutkörperchen an und setzen im Fall einer verstärkten Abwehrreaktion so genannte Histamine frei, welche die bekannten Symptome wie tränende Augen und laufende Nase auslösen.
Aber das ist nicht alles. Der Katalog der möglichen Beschwerden besteht aus Erschöpfung, Reizbarkeit, Depressionen, rauher Hals, erhöhte Temperatur, Durchfall, Kopfschmerzen, Irritation, Leistungsabfall, Konzentrationsstörungen, schmerzende Zähne, Druck hinter den Augen, sowie Ausschlag, Kältegefühl, grippeartige Symptome, Krämpfe, geschwollene Lymphknoten, Blasenschwäche, Herzrhythmusstörungen oder Panik-Attacken.
Da man den Pollen meist nicht ganz entgehen kann, ist es besonders wichtig, die Pollenmenge in den Wohnräumen so niedrig wie möglich zu halten. Dazu kennen Allergiker eine Menge geeigneter Maßnahmen: Kleidung vor der Tür ausschütteln, nur zu wenig belasteten Zeiten lüften, abends Haare waschen.
Allergiker mit Haustieren unterschätzen allerdings häufig die Menge an Pollen, die durch Hund oder Katze in den Wohnbereich eingeschleppt wird. Bereits einmaliges Schütteln des Tieres kann Hunderttausende von Pollen in der Wohnung freisetzen und zu schweren allergischen Reaktionen führen.
Grundsätzlich gilt hier: während der "hochallergenen" Zeit ist das Schlafzimmer für Vierbeiner tabu, sinnvoll kann auch das Ausbürsten des Fells sein, natürlich außerhalb der Wohnräume und durch ein nicht-allergisches Familienmitglied.
Umfassenden Schutz bietet eine Lösung, der von einem deutschen Pharmakonzern gegen die Allergene der Tierhaarallergie entwickelt wurde und seit Jahren mit großem Erfolg in den USA angewandt wird. Sie reinigt das Fell der Tiere zusätzlich von Pollen und kann dadurch allergischen Reaktionen des Tierhalters vorbeugen. Die Lösung ist unter der Bezeichnung "Allerpet" erhältlich. Sie wird ein bis zweimal pro Woche auf das Fell des Tieres aufgebracht. "Allerpet" ist für Mensch und Tier völlig ungiftig und laut Hersteller sogar für Welpen zugelassen.
Pressemitteilung vom 12.03.2008 Marimed HealthCare Dtl.in openPR
Allergien im Mutterleib vorbeugen
Kinder von Fischliebhaberinnen sind weniger anfällig.
(aid) - "Fisch ist gut fürs Gehirn", das wussten schon unsere Großeltern. Dies gilt besonders in der Kindheit und sogar schon vor der Geburt. In einer aktuellen amerikanischen Studie waren Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft und Stillzeit viel Fisch aßen, in jeder Hinsicht weiter entwickelt als ihre Altersgenossen. Verantwortlich für diesen Effekt sind vermutlich die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren in Fisch. Sie werden für den Aufbau des Gehirns benötigt.
Außerdem gibt es noch einen weiteren Grund, warum Fisch für einen guten Start ins Leben so wichtig ist: Laut einer spanischen Studie mit über 400 Teilnehmern leiden Kinder umso seltener an einer Allergie, je mehr Fisch ihre Mütter während der Schwangerschaft gegessen haben. Dieser Vorteil bleibt bis ins Grundschulalter erhalten. So sank zum Beispiel das Risiko für einen juckenden Ausschlag im ersten Lebensjahr um 37 Prozent, wenn die Mütter statt einmal zwei- bis dreimal die Woche Fisch gegessen hatten. Das Risiko, mit sechs Jahren an einer beliebigen Allergie zu leiden, verringerte sich um 35 Prozent. Auch dafür sind vermutlich die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich: Zum einen wirken sie entzündungshemmend. Zum anderen verändern sie die Aktivität einiger Immunzellen und dämpfen die allergiebeteiligte Immunantwort - allerdings bei demjenigen, der die ungesättigten Fettsäuren auch tatsächlich zu sich nimmt. Unklar ist zurzeit noch, wie die Wirkung von der Mutter auf das Kind übertragen wird. Wissenschaftler nehmen jedoch an, dass das Immunsystem des Kindes über die Nabelschnur zumindest teilweise von dem der Mutter beeinflusst wird. Der genaue Mechanismus ist zwar noch ungeklärt, die Ergebnisse wurden jedoch kürzlich von einer schwedischen Studie bestätigt. Hier nahmen die werdenden Mütter allerdings Fischöl-Präparate ein. Das Resultat war das gleiche: Auch ihre Kinder hatten später deutlich weniger Allergien als die Kontrollgruppe, deren Mütter lediglich ein Placebo bekamen.
Schwangere sollten also nicht auf Fisch verzichten. "Ideal ist es, ein- bis zweimal in der Woche Fisch zu essen und mit Ölen zuzubereiten, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, zum Beispiel Rapsöl oder Walnussöl," rät Maria Flothkötter, Ernährungswissenschaftlerin und Expertin für Lebensmittelallergien vom aid infodienst. Aber Achtung, Schwangere dürfen nicht jeden Fisch essen: "Roher Fisch und rohe Meerestiere, Räucherlachs und andere kalt und heiß geräucherte Fischerzeugnisse können mit Bakterien (Listerien) belastet sein. Eine Infektion mit solchen Keimen kann das Kind im Mutterleib schädigen." so Flothkötter.
aid, Dr. Margit Ritzka
Pressemitteilung vom 9.01,2008 aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e.V. veröffentlicht von pressrelations
Teufelskreis trockene Haut und Neurodermitis
Immer mehr Menschen leiden unter extrem trockener, entzündeter, schuppiger und teilweise unerträglich juckender Haut. Die Neurodermitis zählt inzwischen zu den meist verbreiteten Hauterkrankungen und beeinflusst nahezu alle Lebensbereiche. Wichtige Tipps finden Betroffene in einem neuen Ratgeber der Deutschen Gesundheitshilfe, der kostenlos angefordert werden kann.
Viele Namen - Eine Krankheit!
Neurodermitis, atopisches Ekzem, atopische Dermatitis, endogene Dermatitis - Ärzte haben viele Namen für eine Krankheit, die die Lebensqualität der Betroffenen sehr beeinträchtigen kann.
Doch im Grunde beschreiben alle diese Bezeichnungen die gleichen Symptome: wer über einen längeren Zeitraum immer wieder mit juckender, wunder und schuppiger Haut zu kämpfen hat, leidet an Neurodermitis.
Die Neurodermitis zählt inzwischen zu den meist verbreiteten Hauterkrankungen. Insgesamt geht man von ca. 3 Millionen Neurodermitis-Kranken in Deutschland aus - mit steigender Tendenz! Kinder sind dabei am häufigsten betroffen. So sollen - aktuellen Schätzungen zufolge - bereits 12% der Vorschulkinder erkrankt sein.
Bei der Neurodermitis schütten Abwehrzellen des Immunsystems Botenstoffe wie Histamin und Zytokine aus. Dadurch kommt eine Entzündungsreaktion in Gang, die sich an der Hautoberfläche zeigt und zu Störungen des Fettsäureschutzmantels führt. In der Folge wird die Haut noch empfindlicher gegenüber äußeren Reizen.
Neurodermitis kann das ganze Leben begleiten
Das Krankheitsbild kann von Patient zu Patient sehr unterschiedlich aussehen und hängt auch vom Alter der Betroffenen ab. Bei Säuglingen und Kleinkindern bilden sich oft an den Wangen nässende Ekzeme, der sogenannte Milchschorf.
Ab dem zweiten oder dritten Lebensjahr breiten sich die Krankheitsherde meist in den Ellenbeugen und Kniekehlen sowie am Nacken und den Handgelenken aus. In schweren Fällen kann der ganze Körper großflächig betroffen sein. Die größten Probleme verursacht der höllische Juckreiz, der häufig zu unbeherrschbaren Kratzanfällen führt. Ein Teufelskreis - denn in die aufgerissene, blutige Haut können Bakterien eindringen, die wiederum die Entzündungsreaktion verstärken. Manche Ärzte vertreten die Ansicht, dass der Juckreiz die Lebensqualität ähnlich stark beeinträchtigt wie chronische Schmerzen.
Die Grundlage der Neurodermitis-Behandlung
Da die Neurodermitis in erster Linie eine Hauterkrankung ist, bildet eine regelmäßige Hautpflege die Basis jeder Behandlung. Hinzu kommt häufig eine medikamentöse Therapie, bei der man zwischen der äußerlichen Anwendung von Arzneistoffen in Form von Salben mit Zink, Teer oder Schieferölen und der innerlichen (systemischen) Behandlung mit Tabletten oder Infusionen unterscheidet. Bei akuten Schüben sollte immer der Arzt konsultiert werden.
Neuer Ratgeber informiert!
Wertvolle Tipps zum Thema „trockene Haut und Neurodermitis“ finden Betroffene in dem neuen Ratgeber der Deutschen Gesundheitshilfe, der kostenlos angefordert werden kann:
Deutsche Gesundheitshilfe, Stichwort „Trockene Haut“, Postfach 940303, 60461 Frankfurt am Main. Bitte einen mit EUR 0,55 frankierten und an sich selbst adressierten Rückumschlag DIN lang beilegen.
Unter www.gesundheitshilfe.de kann der Ratgeber auch kostenlos im Internet herunterladen werden.
Pressemitteilung vom 13.11.2007 Deutsche Gesundheitshilfe
Bernhard: Reine Höhenluft ideal für Allergie- und Asthmaforschung - Münchens Elite-Unis treten Zugspitz-Forschungsteam bei
Durch den Beitritt der beiden Münchner Elite-Universitäten TU und LMU zum Forschungskonsortium auf dem Schneefernerhaus sind neue Erkenntnisse über Allergie- und Asthma-Erkrankungen zu erwarten.
Durch den Beitritt der beiden Münchner Elite-Universitäten TU und LMU zum Forschungskonsortium auf dem Schneefernerhaus sind neue Erkenntnisse über Allergie- und Asthma-Erkrankungen zu erwarten. Dies betonte Umwelt- und Gesundheits-Staatssekretär Otmar Bernhard anlässlich der Unterzeichnung des Konsortialvertrags durch Prof. Wolfgang Herrmann (TU) und Kanzler Thomas May (LMU) heute in München. Bernhard: "Allergien nehmen weltweit zu und sind eine große gesundheitliche Herausforderung. Drei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Neurodermitis, rund vier Millionen unter Asthma. Durch den drohenden Klimawandel wird sich die Problematik sogar noch weiter verstärken." Daher, so Bernhard, will der Freistaat mit einem Forschungsvorhaben den Einfluss des Hochgebirgsklimas auf Allergien, Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchen. Bernhard: "Höher geht"s nicht und reiner wird"s nicht - die knapp 3.000 Meter hohe Zugspitze bietet ideale Bedingungen für die Forscher."
Die Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der TU erforscht in Kooperation mit der dem Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit (GSF) und weiteren Partnern die Einflüsse des Hochgebirgsklimas auf Allergien und Umweltkrankheiten. Die LMU wird gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt den Einfluss des Klimawandels auf Asthmakranke und die Möglichkeiten von Vorsorgemaßnahmen untersuchen. Neben Allergenen von bisher nicht in Bayern heimischen Pflanzen besteht durch eine Zunahme von Luftschadstoffen und die vermutlich stärker ausgeprägten Wechsel von Wetterlagen vor allem eine Gefährdung von Patienten mit Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen. Vergleichsuntersuchungen im Tal und auf dem Schneefernerhaus mit unterschiedlichem Klima und Luftdruck sollen diese Veränderungen simulieren und helfen, die Reaktion des Organismus besser zu verstehen sowie mögliche Therapieoptionen zu erproben. Dazu wird die Außenluft auf Allergene wie Blütenpollen, Aerosole und Stäube analysiert. Insbesondere soll untersucht werden, wie weit die Pollen verfrachtet werden und wie sich die Pollenzusammensetzung aufgrund der Klimaerwärmung verändert. Dazu werden langjährige Zeitreihen des Blühbeginns der Pflanzenarten in Abhängigkeit von meteorologischen Parametern ausgewertet. Zudem soll an ausgewählten Patienten und freiwilligen Kontrollpersonen Veränderungen der allergischen Reaktivität untersucht werden.
Pressemitteilung vom 12.10 2007 Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz veröffentlicht von pressrelations
Hauptakteur bei Allergien bekämpft auch Bakterien
Mastzellen spielen eine wichtige Rolle im Kampf gegen Infektionen.
Bestimmte Zellen des Immunsystems - die sogenannten Mastzellen - spielen eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Allergien. Wissenschaftler am Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) konnten jetzt erstmals nachweisen, dass Mastzellen aber auch eine wichtige Funktion bei der Abwehr bakterieller Infektionserreger haben: Sie locken mit Hilfe chemischer Botenstoffe weitere Zellen an den Infektionsherd, die die Eindringlinge zerstören und unschädlich machen.
In den Industrienationen leiden immer mehr Menschen unter Allergien. Bei dieser Fehlfunktion des Immunsystems reagiert der Körper auf harmlose Stoffe wie Blütenpollen oder Bestandteile der Nahrung, als würden Bakterien oder Viren einen Angriff starten: Mastzellen werden fälschlicherweise alarmiert. Sie schütten Substanzen aus, die weitere Teile der körpereigenen Krankheitsabwehr mobilisieren. Die Blutgefäße erweitern sich; es kommt zu Entzündungsreaktionen und Atemnot - den klassischen Symptomen eines allergischen Schocks.
Bisher wussten Forscher nur von dieser unrühmlichen Funktion der Mastzellen. "Uns war zwar klar, dass dieser Zelltyp bei der bakteriellen Infektabwehr irgendeine Rolle spielen muss", erklärt der Projektleiter am HZI, Dr. Siegfried Weiß. "Aber welche das ist - da tappte die Wissenschaft bisher im Dunkeln." Für den wissenschaftlichen Durchbruch untersuchten Weiß und seine Mitarbeiter Labormäuse. "Die Tiere haben genauso wie wir Menschen im Grunde zwei Immunsysteme, ein angeborenes und ein durch die Abwehr von Infektionserregern antrainiertes", so Weiß: "Die Mastzellen gehören zum angeborenen Immunsystem, das besonders schnell aber dafür auch unspezifisch auf Krankheitserreger reagiert."
Um dem Geheimnis der Mastzellen auf die Spur zu kommen, entfernte Dr. Nelson Gekara, Wissenschaftler in Weiß´ Abteilung, bei Versuchstieren die Mastzellen. Danach infizierte er die Mäuse mit Listeria-Bakterien.
Die Tiere konnten die Mikroorganismen bei weitem nicht so gut bekämpfen wie eine Vergleichsgruppe, die noch Mastzellen besaßen. "Bei diesen Mäusen haben wir uns dann die Mastzellen mal im Detail angesehen", erläutert Gekara seine weitere Arbeit: "Sie hatten selbst gar keine Listerien zerstört." Die Mastzellen machten vielmehr denselben Job wie bei einer Allergie - sie sonderten Botenstoffe ab. Damit lockten sie andere Bestandteile des Immunsystems an - wie beispielsweise Fresszellen
- und aktivierten sie. "Und diese Immunzellen haben dann die Listerien aufgenommen, zerkleinert und unschädlich gemacht" beschreibt Gekara die Wirkung.
Zwar hat die Wissenschaft Mastzellen bisher nur mit dem Krankheitsbild Allergie in Verbindung gebracht. "Aber uns war klar, dass der Körper normalerweise keine Waffen auf sich selbst richtet", erläutert Siegfried Weiß: "Allergien und damit die Fehlfunktion der Mastzellen sind eine Folge unserer Hygiene. In einer Umgebung mit höherer Keimbelastung haben die Mastzellen genug Infektionen zu bekämpfen, so dass sie sich nicht auf harmlose Stoffe einschießen. Bei einem `zivilisierten´ Menschen langweilen sie sich gewissermaßen - und bekämpfen dann auch mal Pollen oder Nahrungsbestandteile."
Originalartikel: Nelson O. Gekara and Siegfried Weiss: Mast cells initiate early anti-Listeria host defences; Cellular Microbiology, Online Early Articles; doi: 10.1111/j.1462-5822.2007.01033.x
Pressemitteilung vom 24.09.2007 Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung veröffentlicht von pressrelations
Hyperaktiv durch Zusatzstoffe?
(openPR) - Aachen – Laut einer britischen Studie können künstliche Lebensmittelfarben und Konservierungsmittel bei Kindern hyperaktives Verhalten verstärken.
Viele Lebensmittel enthalten Farb- und Konservierungsstoffe, um die Haltbarkeit zu verlängern oder das Aussehen zu verbessern. Überwiegend kommen die Zusatzstoffe in Getränken, Wursterzeugnissen, Nahrungsergänzungsmitteln sowie Süß- und Backwaren zum Einsatz. Doch die künstlichen Zusatzstoffe der Lebensmittelindustrie verursachen mehr als nur eine farbliche Aufpeppung. Forscher der Universität Southampton stellten nun hyperaktives Verhalten bei Kindern nach häufigem Konsum solcher Lebensmittel fest.
Die Wissenschaftler untersuchten insgesamt 297 gesunde Kinder im Alter von drei Jahren sowie im Alter von acht oder neun Jahren. Als Untersuchungsgegenstand erhielten die Kinder über einen Zeitraum von sechs Wochen ein mit Farbstoffen sowie einem Konservierungsmittel angereichertes Getränk. Bei den künstlich hergestellten Farbstoffen handelte es sich um Gelborange (E110), Azorubin, (E122), Tartrazin (E102) und Cochenillerot A (E124), Chinolingelb (E104) sowie Allurarot AC (E129). Als Konservierungsstoff kam Natriumbenzoat (E211) zum Einsatz. Die Kontrollgruppe erhielt ein sich geschmacklich und farblich nicht zu unterscheidenden Fruchtsaft. Im Anschluss an die Versuchphase fand ein „global hyperactivity aggregate“ (GHA) mittels Beobachtungen und einem Aufmerksamkeitstest am Computer statt.
Die Ergebnisse zeigten, dass Kinder die Mixturen aus Konservierungs- und Farbstoffen tranken, signifikant zur mehr Hyperaktivität als die Kontrollgruppe neigten. Die Hyperaktivität äußerte sich, laut den Untersuchungen, in Unruhe und Konzentrationsschwäche (1).
Obwohl Farb- und Konservierungsstoffe nicht allein Hyperaktivität bei Kindern auslösen können, prüft derzeit die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Lebensmittelfarben auf ihre Verträglichkeit. Es ist zu hoffen, dass die EFSA weitere Inhaltsstoffe von Lebensmitteln sowie die soziokulturellen Gegebenheiten berücksichtigt, um eine adäquate Aussage über die Entstehung von Hyperaktivität bei Kindern treffen zu können. Dessen ungeachtet steht fest, dass eine übertriebene Farbgebung den Wunsch von Kindern, insbesondere nach Süßigkeiten verstärkt. Das hierdurch maßgeblich beeinflusste Kauf- und Konsumverhalten fördert frühzeitig die falsche Essgewohnheiten, deren Konsequenzen schon jetzt weitreichend bekannt sind.
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Redaktion: Anja Baustian
Literatur: (1) McCann D, Barrett A, Cooper A, Crumpler D, Dalen L, Grimshaw K, Kitchin E, Lok K et. al.: Food additives and hyperactive behaviour in 3 and 8/9 year old children in the community: a randomised, double-blinded, placebo-controlled trial. The Lancet. Online publication 06-09-2007 doi: 10.1016/S0140-6736(07)61306-3
Pressemitteilung vom 14.09.2007 Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention (FET) e.V. in openPR
Birkenpollenallergiker können auf Sojaprodukte besonders empfindlich reagieren.
Ärzte sollten ihre Patienten gezielt über das Risiko von Kreuzallergien aufklären.
Viele Birkenpollenallergiker kennen das Problem: Zur Zeit der Birkenblüte läuft die Nase, aber auch außerhalb dieser Zeit und ohne Pollenkontakt reagiert die Mundschleimhaut nach dem Verzehr von Erd- und Haselnüssen, Äpfeln, Sellerie und Hülsenfrüchten. Der Grund: Bestimmte Eiweiße in diesen Nahrungsmitteln sind dem Allergie auslösenden Eiweiß in Birkenpollen in ihrer Struktur so ähnlich, dass der Körper auf sie ebenfalls allergisch reagiert. Dieses Phänomen bezeichnet man als Kreuzallergie. Solche Allergieformen werden bei Birkenpollenallergikern immer häufiger beob-achtet. „Ärzte, die bei ihren Patienten eine Birkenpollenallergie diagnostizieren, sollten deshalb darauf hinweisen, dass sie auch auf Sojaprodukte allergisch reagieren könnten“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Auch Verbraucherinitiativen und Selbsthilfegruppen sollten Allergiker über dieses Risiko aufklären. Spezielle Warnhinweise zu möglichen Kreuzallergien auf Verpackungen von Sojaprodukten hält das BfR dagegen nicht für sinnvoll, zumal Soja als Bestandteil von Lebensmitteln bereits deklariert werden muss.
Die Zahl der Sojaprodukte im Handel hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Soja gilt als gesundes Lebensmittel. Nicht nur Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, greifen häufig auf Sojaprodukte zurück. Auch Patienten mit Lactoseunverträglichkeit oder Milcheiweißallergie kaufen Sojaprodukte als Ersatz für Milcherzeugnisse. Wer das tut wird kaum damit rechnen, dass auch die Soja-Alternative ein Allergierisiko birgt: Rund 0,4 Prozent der Bevölkerung reagieren allergisch auf diese Produkte. Entweder wird die Reaktion durch das Sojaeiweiß selbst ausgelöst - man spricht dann von einer Primärreaktion - oder es handelt sich um eine Kreuzallergie. Hier sind andere Allergene wie zum Beispiel Pollen ursprünglich für die primäre allergische Reaktion verantwortlich.
Birkenpollenallergiker sind von solchen Kreuzreaktion besonders häufig betroffen. Auslöser der Kreuzallergie auf Soja ist ein Eiweiß (das PR-10 Stressprotein Gly m 4), das in Sojabohnen enthalten ist und in seiner Struktur dem Birkenpollenallergen Bet v 1 ähnelt. Typische Symptome der allergischen Reaktion auf das Gly m 4-Protein sind Juckreiz und Schwellungen auf der Mund- und Rachenschleimhaut unmittelbar nach dem Verzehr von Sojaprodukten. Mit zeitlicher Verzögerung können auch Hautausschläge oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Bei besonders empfindlichen Personen kann es zu schweren allergischen Reaktionen kommen, in Einzelfällen sogar zum anaphylaktischen Schock mit schweren Kreislaufstörungen.
Das Sojaprotein Gly m 4 kann durch Erhitzen auf hohe Temperaturen an Aktivität verlieren oder zerstört werden. Die meisten Produkte mit Soja-Bestandteilen, die während der Weiterverarbeitung erhitzt wurden, können Allergiker deshalb verzehren, ohne dass es zu gesundheitlichen Beschwerden kommt.
Zusätzliche Warnhinweise für Allergiker auf Verpackungen von Sojaprodukten hält das BfR nicht für sinnvoll. Nicht alle Sojaprodukte enthalten das Allergie auslösende Protein Gly m 4. Eine amtlich anerkannte Nachweismethode existiert derzeit noch nicht. Außerdem gibt es neben Soja zahlreiche weitere Nahrungsmittel, auf die vor allem Birkenpollenallergiker mit einer Kreuzallergie reagieren. Dazu gehören zum Beispiel Äpfel, Erdbeeren, Haselnüsse, Karotten und Sellerie. Besonders schwere kreuzallergische Reaktionen sind im Zusammenhang mit dem Verzehr von Erdnüssen bekannt. Ein Warnhinweis allein auf Sojaprodukten würde einem Birkenpollenallergiker deshalb keine Sicherheit vor einer Kreuzallergie bieten.
Da die Kreuzallergien von Birkenpollenallergikern auf Sojaprodukte mit schweren allergischen Symptomen einhergehen können, empfiehlt das BfR Ärzten, Verbraucherinitiativen und Selbsthilfegruppen, Soja in die allgemeine Aufklärung über Kreuzallergien mit Nahrungsmitteln einzubeziehen und Birkenpollenallergiker darüber hinaus gezielt über dieses Risiko aufzuklären. Da Sojabestandteile auf allen Lebensmitteln gekennzeichnet werden müssen, haben betroffene Verbraucher die Möglichkeit, solche für sie kritischen Lebensmittel zu meiden.
Pressemitteilung vom 29.06.2007 Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in pressrelations.de
So bringen Sie Ihre Augen möglichst unbelastet durch die Pollenflugzeit
(openPR) - Tipps bei Heuschnupfen (Pollenallergie)
Immer mehr Menschen erleiden im Frühjahr das gleiche Schicksal: Die Freude über den nahenden Sommer mit viel Sonne und einer blühenden Natur wird vom Frust über gereizte Augen, eine permanent laufende Nase und einem unangenehmen Jucken im Gaumen getrübt - willkommen in der Heuschnupfen-Zeit! Viele Geplagte ertappen sich sogar bei dem Gedanken, der Sommer kann ihnen gestohlen bleiben. Was für eine Einschränkung der Lebensqualität!
REALEYES möchte Allergikern - und dabei speziell den Kontaktlinsenträgern - einige nützliche Tipps an die Hand geben, damit Sie und Ihre Augen möglichst unbelastet durch die Pollenflugzeit kommen:
(1) Pollenflug-Informationen: Informieren Sie sich über die aktuelle Pollenflug-Situation in Ihrer direkten Umgebung. Inzwischen gibt es einige Internet-Seiten, auf denen Sie mit der Eingabe Ihrer Postleitzahl die aktuelle Pollenflug-Konzentration und Vorhersage für die nächsten Tage erhalten. Hier einige nützliche Internetseiten:
www.allergie-info.de
www.heuschnupfen.de
www.heuschnupfen-tipps.de
www.lorano.de
www.luft-zum-leben.de
Bitte beachten Sie: Auch wenn viele Internet-Seiten zu diesem Thema von Pharmaunternehmen betrieben werden, die natürlich auch ihre Produkte bewerben wollen, so sind die Informationen für Sie als Allergiker trotzdem sehr nützlich.
(2) In der Wohnung: Lüften Sie Ihre Wohnung, wenn die Pollenkonzentration niedrig ist. Allgemein gilt: Die Pollenkonzentrationen ist auf dem Land morgens, in der Stadt abends erhöht. Lüften Sie daher Ihre Wohnung in ländlichen Gebieten abends (zwischen 19 - 24 Uhr) und in der Stadt morgens (zwischen 6 - 8 Uhr). Lüften Sie dabei kurz und umfassend bei vollständig geöffnetem Fenster.
Alternativ oder zusätzlich gibt es Pollenschutzgitter vor den Fenstern, die Ihre Wohnräume weitgehend von Pollen frei halten.
Versuchen Sie, vor allem Ihr Schlafzimmer pollenfrei zu halten: Duschen Sie vor dem Schlafengehen und waschen Sie dabei vor allem die Haare; legen Sie Ihre Straßenkleidung außerhalb des Schlafzimmers ab. Und blühende Pflanzen sind im Schlafzimmer natürlich sowieso tabu.
Je öfter Sie Ihre Wohnung putzen, desto geringer die Pollenansammlung und damit die Allergie-Symptome.
Gardinen, Polstermöbel oder Teppiche sind Staubfänger. Falls Sie darauf nicht verzichten wollen, so sollten Sie diese zumindest regelmäßig säubern.
Wäsche zum Trocknen nur in geschlossenen Räumen aufhängen.
Durch den täglichen Gebrauch einer Meersalz-Nasendusche wird der komplette Nasenbereich durchgespült und von eingeatmeten Partikeln und Pollen befreit. Nasenduschen, das zugehörige Meersalz und die genaue Gebrauchsanweisung erhalten Sie in allen gängigen Drogerie-Märkten.
(3) Im Freien: Bleiben Sie während der Pollenflugzeit nicht zu lange im Freien. Vermeiden Sie anstrengende Betätigungen wie z.B. Sport im Freien. Bei anstrengenden Tätigkeiten atmen Sie kräftiger ein und es gelangen mehr Pollen in die Luftwege. Nach Regengüssen allerdings ist die Luft von Blütenpollen gereinigt und für einen Spaziergang oder eine gemütliche Runde Jogging bestens geeignet.
Durch das Tragen einer (Sonnen-) Brille werden die Pollen zumindest ein wenig von den Augen fern gehalten. Da eine Brille aber auch ein Pollenfänger ist, sollten Gläser und Gestell regelmäßig gereinigt werden.
Falls Sie einen Garten haben: Halten Sie Ihren Rasen möglichst kurz und verbannen Sie alle Pflanzen aus dem Garten, auf die Sie allergisch reagieren.
(4) Im Auto: Lassen Sie beim Autofahren die Fenster geschlossen und schalten Sie die Lüftung aus.Außerdem gibt es Pollenfilter, die Sie in die Lüftungsanlage Ihres Autos einbauen lassen können.
(5) Urlaub: Falls Sie die Möglichkeit dazu haben, dann verkürzen Sie Ihre Allergiezeit, indem Sie Ihren Urlaub in die Zeit legen, in der zu Hause die meisten Pollen fliegen. Und reisen Sie in pollenarme Gebiete, z. B. auf Inseln, ans Meer oder ins Gebirge.
(6) Tropfen statt Reiben - Tränenersatzmittel:Statt Ihre juckenden Augen zu reiben, sollten Sie besser mit Tränenersatzmitteln Ihre Augen "durchspülen". Damit reinigen Sie die Augen von den eingefangenen Pollen.
ACHTUNG: Vermeiden Sie allerdings Tropfen, die lediglich das Rote aus Ihren Augen zaubert. Diese werden zwar gerne in Apotheken verkauft, der angenehme optische Effekt, dass Ihre Augen nicht mehr rot angelaufen sind, erkaufen Sie sich aber durch Mittel, die die Blutgefäße verengen und das Auge sogar noch trockener machen. Verlangen Sie bei stärkeren Beschwerden ein Antiallergikum, das oft auch ohne Rezept erhältlich ist. Wenn Sie sich unsicher sind, dann wenden Sie sich direkt an Ihren Augenarzt.
Und noch ein Tipp zum Schluss: LASIK statt Kontaktlinsen!
Mit einer Augenlaser-Behandlung können Kontaktlinsenträger natürlich keinen Heuschnupfen kurieren, aber die Reizung der Augen gerade auch in der Allergie-Zeit deutlich verringern. Denn selbst die besten Kontaktlinsen bleiben ein Fremdkörper im Auge, was in der Pollenflugzeit besonders unangenehm wahrgenommen wird. Die Linsen "fangen" die Pollen im Auge auf und trocknen aus. Die Folge: Die trockenen und verschmutzten Linsen verursachen im ohnehin schon durch die Allergie gereizten Auge eine zusätzliche Irritation. Mit einer ambulanten Augenlaser-Behandlung können Sie sich dauerhaft von Ihren Kontaktlinsen befreien und Ihrem Leben eine neue Qualität verleihen - innerhalb wie außerhalb der Allergiezeit.
Pressemitteilung von Augenklinik Realeyes GmbH vom 14.05.2007 in openPR
Sanfte Nadeln gegen Heuschnupfen & Asthma: Jetzt mit der Akupunkturbehandlung gegen Pollenallergien beginnen!
(openPR) - Akupunktur wirkt – und immer mehr Patienten setzen bei saisonalen Allergien auf sanfte Nadeln als effektive und schonende Behandlungsform. „Die Erfahrung von 25 Jahren Praxis in der Behandlung von über 1.000 Patienten mit allergischer Rhinitis und allergischem Asthma bronchiale zeigt eine sehr gute Wirksamkeit der Akupunktur“, so Dr. Gabriel Stux, Vorsitzender der Deutschen Akupunktur Gesellschaft. Zusammen mit anderen Experten der Qualitätsinitiative Akupunktur ist man sich einig: Neben einem gut abgestimmten Therapieplan kommt es auf den richtigen Behandlungsbeginn an. Ein bis zwei Wochen vor dem voraussichtlichen Einsetzen der Beschwerden sollte die Therapie starten. Ein Blick auf den Pollenflug-Kalender verrät den richtigen Zeitpunkt, wobei sich eine deutliche Besserung meist schon innerhalb von ein bis zwei Anwendungen zeigt.
Wissenschaftler der Berliner Charité hatten erst kürzlich im Auftrag der Techniker Krankenkasse nach wissenschaftlichen Beweisen für die Wirksamkeit der Jahrtausende alten Akupunktur gesucht. Das Ergebnis: Bei Heuschnupfen lag die Erfolgsrate mit deutlicher Besserung der Symptomatik bei 90%; bei Asthma bronchiale bei 82%. Neun von zehn Allergikern ging es auch sechs Monate nach der Behandlung noch deutlich besser. Im zweiten Therapiejahr ist häufig eine noch weitergehende Beschwerdelinderung zu erreichen. Auch bei Kindern mit Heuschnupfen und Asthma ist Akupunktur sehr wirksam und frei von Nebenwirkungen wie etwa Müdigkeit durch die üblichen Antihistaminika.
Pressemitteilung von Qualitätsinitiative Akupunktur vom 30.03.2007 in openPR
Mehr Lebensqualität - Aktionsplan gegen Allergien
Der Aktionsplan gegen Allergien, der am 13. März 2007 von Bundesverbraucherminister Horst Seehofer der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, benennt sechs verschiedene Handlungsfelder, in denen konkrete Fortschritte erreicht werden sollen.
I. Ausgangslage
In Deutschland und vielen anderen Industriestaaten leiden in den letzten Jahrzehnten immer mehr Menschen an allergischen Erkrankungen. Vor allem über Pollen, Hausstaubmilben, Lebensmittel und viele Produkte kommen wir täglich mit allergenen Stoffen in Kontakt. Neurodermitis, die allergische Form des Asthmas und Lebensmittelallergien führen bei Säuglingen und Kindern häufig zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen.
Auf Atmungs- oder Lebensmittelallergene reagieren in Deutschland 41 % der Kinder und Jugendlichen sowie immer öfter Erwachsene. Auch Kreuzallergien treten häufiger auf, das heißt, dass Menschen gleichzeitig zum Beispiel gegen Birkenpollen und Äpfel bzw. Nüsse allergisch sind.
Lebensmittelallergien kommen schätzungsweise bei 2 bis 3 % der Erwachsenen und 4 bis 6 % der Kinder in Deutschland vor. Die Betroffenen leiden unter Hautreaktionen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, in schwerwiegenden Fällen kann ein allergischer Schock eintreten.
Auf Kontaktallergene reagieren in Deutschland etwa 15 bis 20 % der Bevölkerung. Mehr als 5 Mio. Menschen (rd. 7 % der Bevölkerung) erkranken zumindest einmal jährlich an allergischem Kontaktekzem. Die Tendenz ist steigend.
Die zunehmende Vielfalt an Lebensmitteln und chemischen Stoffen in unserem Umfeld führt zu einem steigenden Risiko, mit Allergenen in Kontakt zu kommen. Dadurch steigt die Gefahr der Sensibilisierung, das heißt der Erkennung eines Stoffes als Allergen durch das Immunsystem. Gleichzeitig nimmt die Gefahr allergischer Reaktionen bei bereits sensibilisierten Allergikern zu. Oft ist die Neigung zu Allergien erblich bedingt. Vor allem bei Kindern scheint auch Tabakrauch die Allergieanfälligkeit erheblich zu erhöhen
Viele Menschen fragen auch danach, was man tun kann, um sich gegen Allergien zu schützen. Die Vorbeugung vor Allergien kann an drei Punkten ansetzen.
-Allgemeine Allergievorbeugung: Stillen und Aufwachsen in einer rauchfreien Umwelt sind einfache Maßnahmen, die zu einer verminderten Anfälligkeit für Allergien führen.
-Vermeidung neuer Sensibilisierungen: Die Gefahr von Sensibilisierungen wird gesenkt, wenn der Kontakt mit allergenen Stoffen gemieden wird. Zur Vorbeugung trägt auch die Verringerung allergener Stoffe in Kosmetika und Gegenständen des täglichen Bedarfs bei. Zum Beispiel sinkt die Zahl neuer Sensibilisierungen gegenüber Nickel, seit bei der Herstellung von Modeschmuck darauf weitgehend verzichtet wird.
-Vermeidung allergischer Reaktionen bei Allergikern: Ein generelles Verbot aller potentiellen Allergene ist nicht zu erreichen. Dies würde zu einer massiven Einschränkung des Lebensmittel- und Produktangebots führen. Allergiker, denen ihre Sensibilisierung gegenüber bestimmten Allergenen bekannt ist, können diese Stoffe bei entsprechender Kennzeichnung durch gezielte Produktwahl vermeiden. Deshalb müssen z.B. die zwölf wichtigsten Lebensmittelallergene bei verpackter Ware gekennzeichnet werden.
Allergien sind keine Bagatelle!
Sie mindern nicht nur die individuelle Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Familien, sondern auch ihre Leistungsfähigkeit. Für die Betroffenen, das Gesundheitswesen und die Volkswirtschaft entstehen daraus erhebliche Kosten. Die Vorbeugung vor Allergien ist deshalb von großer Bedeutung.
Einige Fortschritte wurden in den letzten Jahren durch Kennzeichnung, Schwellenwerte und Verbote allergener Stoffe bereits erreicht. Rechtliche Vorschriften sind dabei nur eine Möglichkeit. Um die Vorbeugung vor Allergien ganz konkret zu verbessern, können verstärkt freiwillige Vereinbarungen mit der Wirtschaft getroffen werden.
Noch immer aber wissen wir zu wenig über Allergien. Deshalb besteht weiterhin Forschungsbedarf. Wir müssen wissen, wie hoch das Allergie-Risiko verschiedener Stoffe ist. Daneben ist das Monitoring, also die Beobachtung von Allergien in der Bevölkerung, zur Früherkennung neuer Risiken sehr wichtig.
Ausreichende Kenntnisse über Allergien und eine Lebensweise, die die Gefahr einer Sensibilisierung mindert, sind nur bei einem geringen Teil der Bevölkerung vorhanden, insbesondere bei Allergikern. Der Bedarf an gut verständlichen Informationsangeboten für Verbraucherinnen und Verbraucher ist groß. Viele Institutionen, Firmen, Initiativen und Internetportale, bieten Informationen zu Aufklärung und Vorbeugung an. Oftmals sind diese jedoch nicht unabhängig oder richten sich an Fachleute, wie zum Beispiel Ärzte oder Pflegepersonal.
II. Ziele
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) will mit diesem Aktionsplan das Allergierisiko in der Bevölkerung senken.
Die wichtigsten Ziele einer verbesserten Vorbeugung vor Lebensmittel-, Kontakt- und Atemwegsallergien sind:
-mehr Sicherheit und Lebensqualität für Allergikerinnen und Allergiker im Alltag,
-die Entstehung von Allergien zu mindern,
-frühzeitiges Erkennen neu aufkommender Allergien,
-bessere Information der Verbraucherinnen und Verbraucher sowie
-die Entlastung der Volkswirtschaft von vermeidbaren Kosten.
III. Zentrale Handlungsfelder
Die gesteckten Ziele können nur gemeinsam erreicht werden. Die Politik ist auf die aktive Mitwirkung und das Engagement aller gesellschaftlichen Akteure in diesem Bereich angewiesen. Auch die Eigenverantwortung von Verbraucherinnen und Verbrauchern für ihre Entscheidungen spielt eine wichtige Rolle. Selbstverständlich kann und muss auch die Wirtschaft Verantwortung übernehmen.
Mit diesem Aktionsplan gegen Allergien wird ein neues Signal zum Aufbruch gesetzt.
Gemeinsam mit allen betroffenen Akteuren aus Wissenschaft, Verbraucher- und Fachverbänden, Krankenkassen, Politik und Wirtschaft sollen innovative Vorschläge und Ideen diskutiert sowie konkrete Umsetzungsschritte entwickelt werden.
Dazu soll 2007 eine Verbraucherpolitische Konferenz zu Allergien in Berlin durchgeführt werden.
Der Aktionsplan umfasst sechs zentrale Handlungsfelder, die nachfolgend erläutert werden.
IV. Ausblick
Der Aktionsplan gegen Allergien konzentriert sich auf Maßnahmen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) zur Vorbeugung von Lebensmittel-, Kontakt- und Atmungsallergien. Der Aktionsplan soll in Zusammenarbeit mit den Bundesressorts, den Ländern, der Wissenschaft und den Verbänden umgesetzt werden. Die Beteiligten sollen dazu auch als Akteure gewonnen werden.
Zu den Handlungsschwerpunkten:
-Handlungsschwerpunkt 1: "Essen und Genuss
-Handlungsschwerpunkt 2: "Schönheit und Pflege"
-Handlungsschwerpunkt 3: "Kleidung und Spielzeug"
-Handlungsschwerpunkt 4: "Draußen und unterwegs"
-Handlungsschwerpunkt 5: "Monitoring"
-Handlungsschwerpunkt 6: "Kommunikation"
Pressemitteilung Nr.043 Ausgabedatum 13. März 2007 |© Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Gesundheitsministerium: Allergie-Pflanze Ambrosia auch in Bayern auf dem Vormarsch - Eindämmung noch vor der Blühperiode
"Eindringling aus Nordamerika löst Asthma und Kontakt-Allergien aus"
Die Allergie auslösende Ambrosia-Pflanze breitet sich auch in Bayern weiter aus. Eindämmungs- und Bekämpfungsmaßnahmen werden daher noch vor Beginn der diesjährigen Blühperiode durchgeführt. Dies berichteten Experten des bayerischen Gesundheitsministeriums heute in München dem Gesundheits- und Umweltausschuss des bayerischen Landtags. Bayern will das Problem möglichst im Keim ersticken, mindestens aber klein halten. Wie viele Menschen bereits in Bayern allergisch auf Ambrosia reagieren, wird derzeit im Auftrag des Gesundheitsministeriums durch ein Forschungsprojekt an der LMU München untersucht. Es gilt die bisher aufgedeckten Einschleppungs- und Verbreitungswege abzuschneiden: Dazu zählt mit Ambrosia-Samen verunreinigtes Vogelfutter, die zweckfremde Verwendung von Futtermitteln als Saatgut sowie die Verfrachtung von kontaminiertem Erdmaterial. Frühzeitige und konsequente Bekämpfungs- bzw. Eindämmungsmaßnahmen sind unabdingbar, um den Vormarsch des Eindringlings aus den Nachbarländern aufzuhalten.
Ambrosia (Beifußblättriges Traubenkraut, engl. Ragweed) wurde vor über 150 Jahren aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt. Ihr Verbreitungsgrad in Europa ist sehr unterschiedlich. Während etwa Frankreich, Ungarn und die Schweiz intensiv betroffen sind, gab es in Deutschland bis vor kurzem nur wenige Vorkommen. In Bayern ist Ambrosia bisher noch nicht sehr weit verbreitet, sondern bildet nur vereinzelte Bestände, unter anderem entlang einzelner Autobahnabschnitte. Die Pollen des bis zu 2 Meter hoch wachsenden Krautes haben ein erhebliches allergisches Potential: Eine Berührung löst bei vielen Menschen starken Juckreiz und Hautrötung aus; die Pollen verursachen auch vermehrt Asthma. Zudem blüht Ambrosia erst, nachdem die meisten anderen Allergie auslösenden Pflanzen bereits verblüht sind; dadurch verlängert sich die Beschwerdezeit der Allergiker um mehrere Wochen. Bei einer weiteren Ausbreitung könnte Ambrosia auch in Bayern zu einem bedeutsamen gesundheitlichen Faktor werden. Daher sind schon für dieses Jahr Eindämmungsmaßnahmen geplant. Da Ambrosia einjährig ist, muss das oberste Ziel die Verhinderung der Samenproduktion sein, um das Fortbestehen oder die Vergrößerung der Bestände zu verhindern.
Wesentlich für den Erfolg ist, möglichst viele Pflanzen zu entfernen und dadurch die Samenbildung zu verhindern. Die lange Lebensfähigkeit der Samen im Boden erfordert es, auch in den Folgejahren die Fundstellen auf ein weiteres Auftreten der Pflanzen hin zu beobachten. Da in vier von fünf Fällen Ambrosia in Hausgärten gefunden wird, ist die Mithilfe jedes Einzelnen gefragt: 1) Vogelfutter kann mit Ambrosia-Samen verunreinigt sein. Deshalb sollte die Futterstelle nach jungen Trieben abgesucht werden. 2) Blühende Pflanzen nur mit Handschuhen und Mundschutz ausreißen und in einer Plastiktüte in den Hausmüll geben. Allergiker sollten diese Arbeiten nicht selbst durchführen. 3) Ausreißen der Pflanze mit Wurzel vor der Samenreife ist die sicherste Methode. Größere Ambrosia-Bestände, z. B. im öffentlichen Grün, an das zuständige Landratsamt melden.
München - Veröffentlicht von pressrelations 1.03.2007 © Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Allergien und Asthma: Ernährung hilft!
(openPR) - Der aktuelle Bericht des Global Allergy and Asthma European Network liefert neue Erkenntnisse über die mögliche Rolle der Ernährung bei der Entstehung von Allergien, speziell bei Kindern.
Der Bericht lässt vermuten, dass die bedeutenden Veränderungen der Ernährung in Europa im Laufe der vergangenen 20 bis 40 Jahre zu der vermehrten Zahl von Allergieerkrankungen beigetragen haben.
Das Studien Ernährungsteam hat über 20 Nährstoffe untersucht und sinnvolle Themen für künftige Untersuchungen identifiziert.. Die wichtigsten Ergebnisse betrafen das Stillen, die frühkindliche Ernährung und Probiotika. Es wird davon ausgegangen, dass die ausschliessliche Ernährung eines Säuglings durch Stillen in den ersten vier Lebensmonaten wirksam gegen die spätere Entwicklung allergischer Erkrankungen, wie Kuhmilchallergie, Dermatitis (Hautallergie) und Asthma, ist. Allerdings sind langfristige Auswirkungen des Stillens auf die Allergiebefunde nicht bekannt und bedürfen weiterer Untersuchung.
Pressemitteilung MEDIZIN ASPEKTE vom 22.01.2007 in openPR
Asthmatherapie - moderne Standards sichern jedem Patienten hohe Lebensqualität
(openPR) - Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen erfordern vom behandelnden Arzt besondere Aufmerksamkeit in Diagnostik und Medikation. Die Grundlage der Arzneitherapie schwerer Obstruktionen der Atemwege sind dabei hoch dosierte, inhalative Corticosteroide in Kombination mit lang wirksamen, inhalativen ß-Sympathomimetika. In schweren Fällen und im Notfall sehen die Leitlinien der Deutschen Atemwegsliga im Jahre 2006 sowohl beim Asthma als auch bei der COPD den Einsatz systemischer Corticosteroide vor.
Anlässlich des "9. Deutschen Lungentages" nahmen die Atemwegsspezialisten Professor Dr. med. Roland Buhl, Mainz und Professor Dr. med. Adrian Gillissen, Leipzig aktuell Stellung zu diesen Thema.
"Die Asthma-Therapie ist eine Erfolgsstory", sagt Buhl. Mit den heute zur Verfügung stehenden inhalativen Medikamenten könnten über 90 Prozent aller Asthma-Patienten so behandelt werden, dass sie ein weitgehend normales Leben führen. Grundlage der Asthma-Behandlung ist eine umfassende Anamnese, darin waren sich beide Experten einig.
Therapie-Erfolg beim schweren Fall in 30 Minuten - oder…
Für beide Experten steht es außer Frage, dass die frühzeitige und konsequente Therapie mit inhalativen Corticosteroiden die Grundlage der Asthma-Therapie ist. Bessert sich der Zustand des Patienten nach Einleitung der Therapie nicht "innerhalb von ca. 30 Minuten, gehört er in ein Krankenhaus", erläutert Gillissen.
Damit es so weit erst gar nicht kommt, ist nicht nur die Therapietreue des Patienten erforderlich, sondern auch die Unterstützung durch die Familie und sein soziales Umfeld. Der Familie kommt durch Annehmen der Diagnose und positives Feedback eine wichtige Rolle zu; Patient und Familie sollten für Notfallsituationen geschult werden, um diese rechtzeitig zu erkennen und zu vermeiden.
Pressemitteilung MEDIZIN ASPEKTE vom 29.12.2006 in openPR
Heuschnupfen im Dezember oder doch normaler Schnupfen?
(openPR) - Wegen des warmen Wetters fliegen die ersten Pollen. Manche Triefnase ist also nicht Folge eines Schnupfens, sondern eine allergische Reaktion.
Zum ersten Mal überhaupt sind in verschiedenen Teilen Deutschlands bereits im Dezember Pollen von Haselnuss, Birke und Erle gemessen worden. "Es ist einfach zu warm", sagte der Leiter des Deutschen Polleninformationsdienstes, Karl-Christian Bergmann von der Berliner Charité, am Montag. Normalerweise würden die ersten Spuren von Haselnuss-Pollen frühestens Mitte oder Ende Januar registriert.
Schnupfen oder Allergie? 45 Stationen in ganz Deutschland messen die Pollenbelastung während der Flugsaison von Februar bis September. Sechs von ihnen - darunter Berlin - sammeln ganzjährig Daten. "In den Räumen Freiburg und Bonn, dem Rhein-Main-Gebiet und auch hier in Berlin fliegen bereits Pollen", sagte Karl-Christian Bergmann. Die ersten Allergiker hätten bereits irritiert die Ärzte aufgesucht. "Alle, die derzeit einen normalen Schnupfen vermuten, haben möglicherweise schon wieder Heuschnupfen", betont der Allergologe.
Neue Pollenschübe erwartet: Mit den sinkenden Temperaturen, klingt derzeit auch der Pollenflug wieder ab. "Aber sobald es wieder wärmer wird, setzt er umgehend neu ein", sagt der Wissenschaftler. "Die Pflanzen summieren die Temperaturen von Tag zu Tag auf. Wenn ein bestimmtes Maß erreicht ist, setzen sie Pollen frei." Die Bäume können ihre "Schleusen" je nach aktueller Tagestemperatur dann öffnen oder schließen.
Pressemitteilung Ratgeber Gesundheit vom 11.12.2006 in openPR
Bayerns Gesundheits-Staatssekretär Otmar Bernhard: Immer mehr Nahrungsmittel-Allergiker - Bayern forscht nach verbesserten Nachweismethoden
+++ Die Nachweismethoden für Allergene in Lebensmitteln müssen kontinuierlich weiter verbessert werden, um Allergiker zu schützen und die Einhaltung gesetzlicher Kennzeichnungsvorschriften überprüfen zu können. Darauf wies Gesundheitsstaatssekretär Otmar Bernhard heute im Rahmen der Arbeitstagung der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG) in Garmisch-Partenkirchen hin. Bernhard: "Schon 1 bis 3 Prozent der Erwachsenen und bis zu 6 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind von Lebensmittelallergien betroffen, mit steigender Tendenz. Bereits der Verzehr sehr geringer Mengen an Allergie auslösenden Zutaten in Lebensmitteln kann für Betroffene eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung darstellen. Hier sind Nachweisverfahren erforderlich, die auch für kleinste Mengen noch zuverlässige Ergebnisse liefern." Das Bayerische Gesundheitsministerium fördert daher ein Forschungsvorhaben zum Nachweis von Allergenen am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Auf der Arbeitstagung werden die Inhalte und Ergebnisse dieses Projekts vorgestellt. "Die Tagung fördert nicht nur den Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis, sondern ist auch ein wichtiges Forum für aktuelle Themen der Lebensmittelsicherheit", so der Staatssekretär. +++
Angesichts der steigenden Zahl von Allergikern schreibt die EU seit November 2005 im Zutatenverzeichnis die Kennzeichnung von potentiell allergenen Lebensmitteln wie Nüsse, Getreide und Milch sowie daraus hergestellten Produkten verbindlich vor. Die Nachweisbarkeit der Allergene ist Voraussetzung, um den Verbraucher warnen zu können. Zum anderen können die Lebensmittelüberwachungsbehörden die Einhaltung gesetzlicher Kennzeichnungsvorschriften nur kontrollieren, wenn geeignete analytische Methoden zur Verfügung stehen.
Pressemitteilung vom 26.September 2006 - Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Allergie-Prävention: je eher, desto besser!
Diagnostikprogramm für Schwangere und Babys: Eine gesunde frühkindliche Darmflora ist die Voraussetzung für eine normale immunologische Entwicklung. Ist die Mikroökologie gestört, steigt deutlich das Allergie-Risiko. Dies kann auch auf eine gestörte Vaginalflora der Mutter zurückgehen. Schließlich rekrutiert sich die Darmbesiedlung des Neugeborenen aus der Flora der mütterlichen Geburtswege. Viele Schwangere haben eine klinisch unauffällige bakterielle Vaginose - und bieten damit nicht gerade eine optimale Starthilfe für ihr Kind.
Die neuen Dienstleistungsangebote Vagicheck® und Enterosan®junior erlauben frühzeitige Einblicke in die mütterliche und kindliche Mikroökologie. Und sie erlauben rechtzeitige und gezielte mikroökologische Regulationsmaßnahmen. Je eher, desto besser.
Mehr Informationen für Therapeuten und Patienten: Enterosan®
Weniger Allergien, weniger Asthmasymptome
Eine amerikanische Studie zeigte, dass eine individuell abgestimmte, verringerte Allergenbelastung im Elternhaus zu einer deutlichen Symptombesserung asthmatischer Kinder führt. An der Studie nahmen 937 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren teil, die alle an (mittel-) schwerem Asthma litten.
Den Eltern der Kinder aus der Interventionsgruppe wurden Möglichkeiten der Allergenreduzierung aufgezeigt, die sie - je nach Allergie des Kindes - über einen Zeitraum von einem Jahr einhalten mussten. Dazu zählen zum Beispiel der Einsatz eines Encasing (milbendichter Bettbezug), eines sehr leistungsstarken Staubsaugers oder eines Luftfilters. Es fanden mehrere Kontrollen statt.
Die Allergenbelastung wurde anhand von Staubproben ermittelt. Zusätzlich wurden die Eltern nach asthmatischen Symptomen ihrer Kinder befragt.
Sowohl während als auch ein Jahr nach der Studie gab es innerhalb der Interventionsgruppe deutlich weniger Asthmasymptome als in der Kontrollgruppe.
Innerhalb dieser zwei Jahre litten die Kinder aus der Interventionsgruppe an 34 Tagen weniger an Keuchatmung und mussten daher auch seltener zum Arzt.
Quelle: Ärzte Zeitung, 20.01.2005
Milchsäurebakterien können Kinder vor Allergien schützen.
Bad Orb(dpa)- Ernährungszusäzte mit Michsäurebakterien können nach Ärzteansicht das Risiko von Allergien und Neurodermitis reduzieren. Neue Studien hätten gezeigt, dass sogenannte Probiotika die seit Jahrzehnten zunehmende Allergierate senken könnten, teilte der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte unlängst in Bad Orb mit.
Auch spezielle hypoallerene Babynahrung könne Allergien weitgehend verhindern. Das Stillen mindestens bis zum sechsten Lebensmonat beuge Allergien allerdings am Besten vor.
Rund zehn Prozent aller Schulkinder leiden nach Darstellung des Verbandes an der stark juckenden Hauterkrankung Neurodermitis. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen mit Heuschnupfen sei seit 1995 von 13 auf 16 Prozent gestiegen, berichtete ein Verbandssprecher.
Der ursächliche Zusammenhang zwischen Milchsäurebakterien und vermindertem Allergierisiko sei noch unbekannt, sagte der wissenschaftliche Leiter des Kongresses, Prof. Stefan Wirth. Es gäbe nur Erklärungsansätze.
So verhindere eine Schicht von Milchsäurebakterien, dass sich krankmachende Keime an die Darmschleimhaut heften.
NEU im allsana-Onlineshop: Probiotika für die Darmflora
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